Erfahrungsberichte

Das sagen die Familien über den Uracher Plan:

 

"Unser Sohn (12) ist nun seit fast 1,5 Schuljahren begeisterter Schüler an der DBIS. In dieser Zeit ist er deutlich selbstständiger und selbstbewusster geworden. Er lernt viel effektiver als in seinem ehemaligen großen Klassenverband, vor allem in Mathematik ist er vom Lernstand her weiter als seine Schulkameraden. So bleibt auch noch Zeit für intrinsisch motiviertes Lernen, vor allem im Bereich Computer und Ernährung hat er viel dazugelernt. Wir sind sehr zufrieden mit dem guten Lehrer-Schüler-Verhältnis an der DBIS! Es sind außergewöhnlich engagierte und motivierende Lehrkräfte, die stets strukturiert und kompetent den Lernstoff weitergeben. Für uns ist die DBIS eine zukunftsgerichtete Schulform, die Bildung im 21. Jahrhundert ermöglicht."
(Eltern eines UP-Schülers)


"Mit dem Thema einer alternativen Beschulung wurden wir konfrontiert, als unser Ältester wegen einer chronischen Erkrankung sehr viele Fehltage in der Schule hatte. Das ständige Hinterherhinken im Lernstoff wurde nervenaufreibend. Inzwischen sind unsere Kinder sowohl in der Regelschule, wie auch zwischen einem und mehreren Jahren in der DBIS gewesen. Dabei haben sie immer von dieser Zeit profitiert: sie haben gelernt, selbstständig zu lernen, die Initiative zu ergreifen, haben ihre Interessen entdecken und entwickeln können, hatten mehr Zeit und konnten ihre Beziehungen zu Familie und Freunden vertiefen, sind gesundheitlich stabiler geworden. Auch wenn sie dann mit neuem Elan wieder in die Regelschule zurückgegangen sind, ging dieser Wechsel problemlos, sowohl was den Lernstoff als auch was den Anschluss an die Klassengemeinschaft angeht. Für uns ist die DBIS eine große Bereicherung der Schullandschaft."
(Eltern von 3 Kindern zwischen 14 und 19 Jahren)


"Als ich in unsere örtliche Grundschule ging, hatte ich mehr Freunde. Das waren meine Klassenkameraden. Aber es waren vor allem nicht so tiefe Freundschaften. Jetzt habe ich weniger, aber viel bessere Freunde. Manche kenne ich noch aus der Grundschule, mit manchen gehe ich in den Sportverein und einige sind von der DBIS. Mit den Freunden aus der DBIS treffe ich mich natürlich am gemeinsamen Schultag. Da haben wir viel Zeit miteinander etwas zu tun, wie z.B. bei einem Filmprojekt. Aber ich unternehme auch mal unter der Woche oder in den Ferien etwas mit ihnen oder wir treffen uns über das Internet."
(Schüler)


"Mein Name ist Til, ich bin Schüler an der DBIS. Ich freue mich immer sehr auf unseren gemeinsamen Schultag, v.a. weil ich da viele meiner Freunde treffe. Es gibt spannende Projekte bei denen ich dabei sein kann. Vieles erarbeite ich gemeinsam mit meinen Freunden und einiges machen wir dann zuhause zusammen weiter. Im letzten Jahr haben wir auch viel Theater gespielt und uns dabei alles selber ausgedacht. Oft fahren wir in Fahrgemeinschaft den Weg zur DBIS nach Laichingen. Dann beginnt der gemeinsame Schultag schon morgens lustig. Und nach der Schule nutzen wir den Tag meistens um weitere Freunde zu besuchen, die auf der Alb leben oder wir verlängern unsere gemeinsame Schulzeit auf dem Spielplatz und toben da noch lange rum."
(Schüler in Klassenstufe 4)


"Unsere Tochter, DBIS-Zehntklässlerin, beschäftigt sich aufgrund ihrer selbstständigen Tageseinteilung mehrmals täglich mit Klavier und Gitarre. So entwickelt sie an der Stelle eine große Freiheit und Kreativität. Dabei setzt sie Anregungen aus dem Internet und aus ihrem Klavierunterricht kreativ um. Sie spielt ohne Noten und verwendet beim Klavier quasi alle Oktaven. Dabei ist sie ganz entspannt und sagt: „Ich spiele einfach meine Gedanken.“ Als Zuhörer spürt man, dass das Ganze „stimmig“ wirkt. Kreativität, Fantasie, Individualität, Persönlichkeit, Ruhe, Freude und vor allem intrinsische Motivation kommen hier zum Tragen."
(Mutter einer DBIS-Schülerin)

 

"Spannend finde ich, dass in der DBIS stets auch aktuelle Themen aufgegriffen werden und dass dabei auch „heiße Eisen“ nicht ausgelassen werden. So hat man sich beispielsweise intensiv mit dem Bahn-Projekt „Stuttgart 21“ (S21) auseinandergesetzt. Man hat sich vor Ort auf der Alb an einer S21-Baustelle über das Projekt informiert. Zugleich hat man aber auch Projektgegner in die Schule eingeladen, die ihre Argumente darlegen konnte und als Zeitzeugen über die Geschehnisse während der Bürgerproteste in den Jahren 2010/11 berichteten. Auch mit dem Thema „Flucht“ hat man sich auseinandergesetzt und an mehreren Tagen einen jugendlichen Flüchtling in die Schule eingeladen. Dieser erzählte aus seiner Heimat und von seiner Flucht von Afghanistan nach Deutschland. Zum Abschluss wurde unter seiner Leitung eine afghanische Mahlzeit hergestellt und gemeinsam genossen."
(Vater eines DBIS-Schülers)


"Unser Sohn, DBIS-Achtklässler, befasst sich intensiv mit Natur-Fotografie. Er hat ein feines Gespür für Foto-Situationen in der Natur und versteht die Technik. Seine Kenntnisse erwirbt er bei Foto-Intensiv-Kursen, sowie durch Fachzeitschriften und über das Internet. Die Fotokurse sind Veranstaltungen in fotografisch interessanten Gebieten, die sieben bis zehn Tage dauern und oft auch außerhalb der Schulferien stattfinden. Ein Kurs ist z.B. im Mai auf Fehmarn zur Brutzeit der Vögel, ein Kurs ist Anfang Oktober in Zingst zur Zeit der Zwischenstation der Kranich-Zugvögel. Die DBIS ermöglicht ihren Schülern Sonderurlaub für derartige Intensiv-Unterrichtszeiten, geleitet durch Experten."
(Mutter eines DBIS-Schülers)

 

Das sagt eine GHS-Lehrerin, seit fünf Jahren Lernbegleiterin bei der DBIS:

 

Deutsch: Souverän eigene Texte schreiben

"Zwei DBIS-Schüler schrieben nur äußerst ungern eigene Texte. Aber sie arbeiteten mit längeren Texten aus Büchern, formulierten mündlich eigene längere Texte und lasen täglich mehrere Stunden. Dabei entwickelte sich unbemerkt etwas in ihnen: Mit ca. 13 Jahren beginnen sie, mühelos und freiwillig eigene Texte zu schreiben. Diese Texte sind kreativ, individuell und haben das Niveau der Texte altersgleicher Schüler anderer Schulen."

 

Mathematik intuitiv

"Ich begleite einen Achtklässler bei folgender Matheaufgabe: „Der PC kostet mit Monitor 640,-€. Der Rechner allein kostet dreimal so viel wie der Monitor. x steht für: …………………. Gleichung: …………………. Antwort: …………………...“ Der Schüler hatte sich bisher noch nicht mit derartigen x-Gleichungen beschäftigt. Er denkt nach, rechnet ausschließlich im Kopf und schreibt dann nach kurzer Zeit die richtige Antwort auf. Mit den vorgegebenen Schritten „x steht für:“ und „Gleichung:“ kann er nichts anfangen, weil er damit bisher kaum zu tun hatte. Er hat zunächst einfach mal sein intuitives Mathematikverständnis angewandt. Das wird von uns nicht kritisiert, weil wir wissen, welche Vorteile derartige intuitive Kompetenzen im späteren Berufsleben haben werden. Erst später werde ich ihm den offiziellen Rechenweg für solche Aufgaben erklären."

 

Gemeinsamer sportlicher Erfolg im Kletterwald

"Schon mehrmals war die DBIS-Schülergruppe im Kletterwald. Die Mitarbeiter des Kletterwaldes haben die DBIS- Schüler nun seit mehreren Jahren im Kletterwald betreut und beobachtet. Eines Tages kommt die DBIS-Schülergruppe leider – bedingt durch ein Missverständnis – unangemeldet zum Kletterwald. Wir fragen, ob unsere Schüler heute einfach unangemeldet klettern könnten. Die Antwort der Mitarbeiter lautet: „Normalerweise wäre das kein Problem. Aber die Schüler der DBIS klettern und hantieren inzwischen schon recht schnell und geschickt. Da schon andere, weniger versierte Schüler-Gruppen im Kletterwald unterwegs sind, würde es schnell einen „Stau“ geben. Die DBIS-Schüler dürfen nur kommen, wenn der Kletterwald relativ leer ist, damit sie in ihrem schnellen Tempo nicht ausgebremst und frustriert werden.“ Wir freuen uns über die anerkennende, fachmännische Einschätzung der sportlichen Fähigkeiten unserer Schüler und vereinbaren einen anderen Termin."

 

Handwerk und praktische Bildung

"Die DBIS-Schüler arbeiten zwei Tage in der Werkstatt eines Schreiners und Holzkünstlers mit. Dieser äußerst sich anerkennend über die Ausdauer, Motivation, Ruhe, Konzentration, Geschicklichkeit, Kreativität und das ausgeglichene Sozialverhalten der Schüler. Vergleichbares geschieht in anderen Betrieben, u.a. bei einem Apotheker, der den DBIS-Schülern zeigt, wie er selbst Medikamente herstellt."

 

Respekt voreinander

"An den wöchentlichen gemeinsamen Schultagen gibt es oft Schüler-Vorträge. Diese fallen sehr unterschiedlich aus. Vom geschickten Redner bis zum Schüler mit starken Sprachproblemen haben alle schon ganz selbstverständlich Präsentationen gehalten. Die Mitschüler hören dabei stets interessiert zu, stellen Fragen, applaudieren. Ausgelacht wird niemand – auch wenn ihm Fehler passieren."

 

Gelebte Toleranz

"Die Schülerinnen und Schüler der DBIS kommen aus den unterschiedlichsten familiären Hintergründen und Einkommens-Verhältnissen. Sie wohnen teilweise im großstädtischen Raum, aber auch Kleinstadt- und Dorf-Bewohner sind vertreten. Die Eltern arbeiten in den verschiedensten Berufen. Vertreten sind derzeit bspw. verschiedene Berufe im Gesundheitswesen, pädagogische Berufe, Ingenieursberufe, Fachhandelskaufmann, Betriebswirte, Vollzeit-Landwirt, Verkehrsplaner, Sängerin, Tontechniker, Floristin, Kfz-Mechaniker, Übersetzerin, tätig als Selbstständige und Angestellte in den verschiedensten Einkommensgruppen. Auch privat verfolgen die Eltern unterschiedliche Interessen (Verkehrs- und Umweltpolitik, Ernährungsberatung, vegane Ernährung, Permakultur, Kosmetikberatung, Bindungsforschung, alternative Medizin …), kommen aus den unterschiedlichsten weltanschaulichen oder religiösen/konfessionellen Hintergründen. Teilweise gibt es Geschwister, die in anderen Schulen sind, und ein Teil der Familien hat seine Wurzeln im Ausland (Frankreich, USA, Kanada, Russland, Madagaskar)."

 

Schulgemeinschaft

"Ein besonderes Erlebnis für die DBIS-Schüler war die Zeit mit John. Zunächst erlebten wir John als gesundes Kind, dann folgte eine Zeit, in der er mit einem Gehirntumor kämpfte, an dem er schließlich mit 13 Jahren starb. Die gesamte Schulgemeinschaft hatte regelmäßigen, offenen, ehrlichen und unkomplizierten Umgang mit ihm während seiner Zeit in der Klinik, zu Hause oder bei seinen schließlich immer seltener möglichen Schulbesuchen. Es gab viele Aktionen mit und für John innerhalb der Schulgemeinschaft, wie z.B. kleine Geschenke und Briefe, Fotos, Telefonkonferenzen, online-Unterricht usw. Teilweise kam er im Rollstuhl zur Schule und wurde dann begeistert von seinen Freunden gefahren. Für alle DBIS-Schüler war der Kontakt mit John eine große Bereicherung und Horizonterweiterung."

 

Zeit für Persönlichkeitsentwicklung

„Unsere Schüler haben in ihrem Alltag viele Möglichkeiten, in Ruhe zu experimentieren, Dinge zu durchdenken und ihre Persönlichkeit in Ruhe fest zu gründen. Manchmal sitzen sie einfach nur da, schauen aus dem Fenster, verarbeiten und reflektieren die Dinge. Das ist aus unserer Sicht auch in Ordnung so und wir lassen das – soweit in der konkreten Situation möglich – auch sehr bewusst zu. Denn: Ruhe und Sicherheit bilden den Kern ihrer sich entwickelnden Persönlichkeit.“